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Plattform-Aus für "Metro"? Entwickler droht mit Rückzug vom PC

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Ein Gamer-Boykott von "Metro Exodus" könnte das Ende des Spiels für den PC zur Folge haben – droht zumindest ein Entwickler.

Mit dem Release des ersten Teils der Serie, "Metro 2033", gelang dem ukrainischen Entwickler A4 Games 2010 eine wahre Glanzleistung. Schnell wurde das Spiel zu einem der wohl beliebtesten Story-Shooter und auch seine Fortsetzung, "Last Light" konnte schnell die Herzen der Gaming-Welt für sich gewinnen.

"Metro Exodus": Horror-Survival in Moskau

Bei "Metro Exodus" handelt es sich um den bislang dritten Teil der beliebten "Metro"-Reihe. Sie orientiert sich seit dem ersten Release an der gleichnamigen russischen Buchreihe und konnte sich seit jeher einer treuen Community erfreuen. Während die Anfänge des postapokalyptischen Survival mit Horror-Elementen noch im Moskauer Untergrund spielten, sollst du in der neuen Episode erstmals überwiegend die Oberfläche eines zerrütteten Russland erkunden.

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Vorgestellt wurde "Metro Exodus" im Rahmen der E3 2017, am 15. Februar diesen Jahres soll es dann für den PC sowie die PlayStation 4 und die Xbox One erscheinen.

#NoSteamNoBuy: Gamer rufen zu "Metro"-Boykott auf

Obwohl sich die Reihe einer nach wie vor stetig wachsenden Fanbase erfreuen kann, ist Publisher Deep Silver doch mit seiner jüngsten Entscheidung in Ungnade gefallen: "Metro Exodus" soll nämlich nicht wie erwartet für Steam, sondern exklusiv im Store des Konkurrenten Epic Games erscheinen. Bei eingefleischten Fans des Shooters kommt das überhaupt nicht gut an. Sie wollen den neuen Teil boykottieren und werben in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #NoSteamNoBuy für ihre Sache. Deep Silver verweist derweil auf Koch Media, die PR-Agentur, die neben dem Publisher selbst für dem Umstieg auf den Epic Game Store verantwortlich sein soll.

"Die aktuelle Entscheidung, "Metro Exodus" von Steam auf den Epic Game Store umzulagern, wurde von Koch Media / Deep getroffen."

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Erboster Entwickler kündigt Plattform-Aus für den PC an

Als Entwickler und Publisher ist man allerdings bereits so einiges gewohnt. Seien es Electronic Arts (EA), die regelmäßig wegen übermäßiger Ingame-Käufe kritisiert werden oder die Entwickler Blizzards, die es sich zuletzt durch das Release von "Diablo Immortal" mit der Community verscherzten. Dennoch nagt es an einem, wenn die jahrelange Arbeit, die man in ein Projekt investiert, nicht entsprechend gewürdigt wird. So machte auch einer der "Metro"-Entwickler seinem Ärger im russischen Forum gameru.net Luft:

"Ich kann darauf antworten, dass es, wenn alle PC-Spieler einen Boykott von 'Metro' ankündigen, das nächste 'Metro', falls es überhaupt eins geben sollte, definitiv nicht auf dem PC erscheinen wird."

Mittlerweile wurde die Reaktion des Entwicklers durch Deep Silver relativiert. Es handele sich dabei lediglich um eine "leidenschaftliche Person, die bisher nur positiven Willen gegenüber seiner Arbeit sah, der sich nun aber wegen einer Geschäftsentscheidung, auf die er keinen Einfluss hatte, in Kontroverse wandelte."