FFar Cry 5 im Test
Far Cry 5 im Test
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Unser freier Mitarbeiter Phillip F. (28) hat das Ubisoft-Spiel Far Cry 5 getestet. Hier erfahrt ihr, wie es ihm gefallen hat. Das Game ist für die Xbox One und die PlayStation erhältlich und kostet in der Standard-Version rund 55 Euro.

Vor kurzem ist Far Cry 5 erschienen und ich hatte die Möglichkeit, das Spiel auf Herz und Nieren zu testen. Ubisoft entführt uns mit dem fünftenTeil der Far Cry-Reihe ins amerikanische Hinterland, genauer ins fiktive Hope County im Bundesstaat Montana. Hier hat sich eine militante, bewaffnete Sekte etabliert, welche die Bewohner von Hope County zunehmend terrorisiert. Der Spieler erkundet serientypisch eine offene Spielwelt mit einer Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten.

Far Cry 5 im Test – es fasziniert!

Passend zum Setting von Far Cry 5 muss ich zunächst eine Beichte ablegen: Ich habe, mit Ausnahme des aller ersten Far Crys, bisher keinen Teil der Reihe durchgespielt. Das liegt vor allem daran, dass ich mit der Reihe eine gewisse Hassliebe verbinde. Als damals der erste Far Cry erschien, war meine Begeisterung groß. Das Spiel setzte damals grafisch neue Maßstäbe und auch die Story rund um Jack Carver und Dr. Krieger war interessant gestaltet. Spielerisch erlaubten die offenen Levelabschnitte dem Spieler verschiedene taktische Herangehensweisen. Das war damals revolutionär!

Seit Far Cry 2 spielt jeder Serienteil in einer echten Open World. Diese offenen Spielwelten bieten eine schier unendliche Anzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten, welche in der Regel mit freischaltbaren Waffen, Begleitern und Fahrzeugen belohnt werden. Das motiviert vor allem anfangs immens und schaffte es bisher immer eine gewisse Faszination bei mir auszulösen.

Far Cry 5
Solche Prediger gibt es nicht überall!

Da die zum Freischalten dieser Extras zu erledigenden Aufgaben in den bisherigen Far Cry- Teilen sich jedoch ständig wiederholten und auch spielerisch wenig spektakulär waren (Stichwort: Ubisoft Türme), verlor ich meist schnell das Interesse und das Spiel landete in der Versenkung. Besonders ärgerlich war für mich stets, dass die teilweise brillant inszenierten Charaktere (z.B. die Oberfieslinge Vaas und Pagan Min aus Teil 3 und 4) von den in Arbeit ausartenden Nebenbeschäftigungen in den Hintergrund gedrängt wurden.

Hier wäre meiner Ansicht nach weniger mehr gewesen. Trotz dieser Probleme waren bisher alle Far Cry-Teile spielerisch wirklich gute Shooter. Daher stellt sich für mich im Hinblick auf den neusten Ableger der Reihe vor allem die Frage, ob er auch abseits der brachialen Action überzeugen kann?

Das ist die Story des Spiels Far Cry 5

Direkt zu Beginn schlüpft man in die Haut des neuen Deputy von Hope County, der von allen nur Rookie genannt wird. Man bekommt gleich zu Beginn die Möglichkeit seinen Deputy optisch anzupassen. Das ist zwar nett gemeint, allerdings bekommt man seinen Charakter aufgrund der auch in den Zwischensequenzen durchgezogenen Ego-Perspektive ohnehin nie zu Gesicht.

Ich habe daher sowohl hierauf, als auch auf spätere Einkleidungsmöglichkeiten nicht allzu viel Zeit verschwendet. Anschließend findet man sich in einem Helikopter wieder und wird kurz darüber ins Bilde gesetzt, was in Hope County eigentlich im Argen liegt.

Far Cry 5 im Test
In Far Cry 5 könnt ihr auch Angelmeister werden – erfahrt hier, wie!

Die fanatische Sekte „Project at Edens Gate“ unter der Führung von Joseph „Der Vater“ Seed und seinen Geschwistern hat sich in Hope County breit gemacht. In letzter Zeit kam es zwischen Einwohnern von Hope County und den „Peggies“ vermehrt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mit einer kleinen Gruppe von anderen Gesetzeshütern habe ich nun den Auftrag den „Vater“ zu verhaften.

Wer auf der Suche nach Far Cry 5-Cheats ist, ist hier richtig.

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Bereits kurz nach der Ankunft im Lager der „Peggies“ wird klar, mit denen ist nicht gut Kirschen essen. Sie sind bis an die Zähne bewaffnet und alles andere als kooperativ gegenüber der Staatsgewalt. Es kommt wie es kommen musste, die Sache geht gründlich schief. Unsere Kollegen werden von den „Peggies“ allesamt gefangen genommen oder getötet. Nur der Rookie entkommt mit Hilfe des eigenbrötlerischen Einheimischen Dutch. Von da an ist die Jagd auf die Sektenanhänger eröffnet und man wird in die offene Spielwelt entlassen.

Die Charaktere wirken leider meist eindimensional

Es gilt seine Freunde aus den Fängen der Seeds zu befreien. Hierfür muss man in den Gebieten von Faith, John und Jacob ordentlich Schaden in den Reihen der „Peggies“ anrichten, um die Mitglieder der Seedfamilie aus ihren Verstecken zu locken.

Die Handlung greift allerhand interessanter Themen, wie etwa Religion und Fanatismus auf. Eine kritische Auseinandersetzung mit auch im reellen Leben aktuellen Themen wie religiösen Fanatismus oder Waffenbesitz darf man jedoch nicht erwarten. Auch die Charaktere wirken leider meist eindimensional und flach. Trotz allem gibt es auch einige wirklich unterhaltsame Momente. Alles in allem verschenkt Far Cry 5 hier viel Potenzial!

Das Gameplay von Far Cry 5

Far Cry 5 im Test
Phillips Statement zum Spiel ist eindeutig!

Trotz meiner Vorbehalte hinsichtlich der Langzeitmotivation, kommt es in einem Shooter natürlich vor allem darauf an, dass es ordentlich kracht und rumst. Hier macht Far Cry 5 einen hervorragenden Job!

Es gibt eine ansehnliche Anzahl an verschiedenen Waffen (erfahrt hier, wie ihr den Magnopulser erhalten könnt). Von einfachen Sturmgewehren bis hin zu schwerem Gerät wie Flammenwerfern, schweren Maschinengewehren und Raketenwerfern ist alles dabei. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von, teilweise auch bewaffneten, Boden-, Wasser- und Luftfahrzeugen die man mit der Zeit freischalten kann.

Neben den Haupt- und Nebenmissionen gilt es die üblichen Außenposten von Feinden zu säubern, Geiseln zu retten und allerhand Gerätschaften und Gebäude (wie etwa Getreidesilos) der „Peggies“ zu zerstören. Darüber hinaus kann man sich mit Angeln und Jagen sein Taschengeld etwas aufbessern und so zum Beispiel schneller allerhand Extras für seine Waffen kaufen.

Im Vergleich zu den Vorgängern wurde der Katalog der Nebenaufgaben spürbar entschlackt und die Tätigkeiten fügen sich besser in den Spielverlauf. Kurzum es fühlt sich nicht mehr so sehr nach Arbeit an! Alles in allem macht Far Cry 5 hier viel richtig und schafft es mich langfristiger am Ball zu halten.

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Die Grafik und der Sound des Spiels

Um gleich zur Sache zu kommen: Far Cry 5 ist grafisch eine Augenweide. Vor allem die Landschaften sind sehr schön und wahnsinnig detailverliebt gestaltet. Man erwischt sich selber dabei, wie man ab und an innehält und die Aussicht von einem kleinen Hügel oder eine Anhöhe genießt.

In der von mir getesteten PS4-Version gibt es hier und wieder ein paar verwaschene Texturen in Gebäuden. Das ist aber eher die Ausnahme und trübt somit das Gesamtbild kaum. So macht das Welt erkunden Spaß!

Die Radiostationen von Hope County verfügen über eine kleine aber feine Auswahl an lizenzierten Songs. Darüber hinaus wurde extra für Far Cry 5 ein kleiner Soundtrack komponiert, der wirklich sehr gelungen ist. Den Soundtrack gibt es übrigens hier (Spotify).

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Marion
Ich bin seit Ewigkeiten in der Gamesbranche tätig (BILD, GIGA etc.) und erlaube mir den Luxus, nur über die Spiele zu berichten, die ich auch wirklich mag. Meine Lieblingskonsole: Nintendo Switch. Mein Lieblingsspiel ist aktuell Playdead's INSIDE .