Planet Coaster

Baut eure eigene Achterbahn in dem Game von Frontier Developments

Auf und ab, auf und ab und wenn man aussteigt, hat man weiche Knie und ein mulmiges Gefühl im Bauch. Na, wie klingt das? Nach Spaß? Ich finde schon und all das ist das, was euch in der Wirtschaftssimulation Planet Coaster von Frontier Developments erwartet. Denn bei diesem PC-Spiel müsst ihr einen eigenen Vergnügungspark aufbauen. Und diesen auch managen.

Das perfekte Spiel für Perfektionisten und Hobbybastler

Das Besondere an dem Spiel: Statt einfach nur vorgefertigte Häuser hinzusetzen, können Spieler jede einzelne Wand, jedes Fenster und jedes Licht selbst setzen, einfärben und verschieben. Das ist in der Steuerung teilweise schwieriger als erhofft, es gibt kreativen Köpfen aber auch fast unendlich viele Möglichkeiten sich so auszutoben wie sie es gerne hätten. Allerdings sollten Hobby-Architekten reichlich Geduld mitbringen, insbesondere jene, die großen Wert auf eine symmetrische Anordnung legen. Trotz zuschaltbaren Rastern, automatischer Andockfunktion und anderen Hilfestellungen ist das punktgenaue Platzieren von Dächern und auch Gehwegen mitunter eine fummelige Angelegenheit.

Auch die Achterbahn, das Herzstück des Parks, wird modular gebaut. So entstehen wilde Fahrten voller steiler Abfahrten, Loopings und Korkenzieher. Alternativ baut man ruhige Kinderachterbahnen oder Dunkelfahrten mit atmosphärischem Licht, Soundeffekten und animierten Figuren. Detailverliebtheit und Humor der Entwickler spiegeln sich auch in den Marken wider, die sie für Planet Coaster entworfen haben. Neben dem Chief Beef-Burgerstand gibt es etwa die Cosmic Cow-Milchshakes. Und für jeden Stand gibt es diverse Schilder und Werbemittel, die man im Park platzieren kann. Cosmic Cow bringt sogar ein eigenes Maskottchen mit, das als Kuh auf einem Hüpfball durch den Park springt. Herrlich bekloppt!

Management steht an zweitwichtigster Stelle

In Planet Coaster habt ihr - wie bereits erwähnt - nahezu alle Möglichkeiten euch auszutoben. Nutzt diese auch. Achtet aber darauf, dass eure Eintrittsgelder nicht zu hoch sind, denn das wird Gäste abhalten, euren Park zu besuchen. Denn was eure Gäste vom Park halten, könnt ihr direkt von der Mimik und Gestik der Besucher ablesen. Läuft alles rund, schlendern die Besucher grinsend durch den Park, während sie bei Frust den Kopf niedergeschlagen senken. Und wenn sie zwingend ein Geschäft verrichten müssen, aber keine Toilette in Reichweite ist, halten sie sich beschämt am Schritt. Solche winzigen Details sorgen in Kombination mit dem stufenlosen Zoom dafür, dass wir die Szenerie mitunter minutenlang einfach still auf uns wirken ließen.Und auch eure Angestellten sollten angemessen entlohnt werden.

Planet Coaster verfügt über drei verschiedene Spielmodi: Karriere, Sandbox und Herausforderung. Im Karrieremodus bekommt ihr Spieler bestimmte Aufgaben zugeteilt, die ihr erfüllen müsst. Der Sandbox-Modus hingegen verfügt über keinerlei Restriktionen und lässt eurer Kreativität freien Lauf. Im Herausforderungsmodus habt ihr vor allem mit den finanziellen Aspekten beim Aufbau eures Freizeitparks zu kämpfen.

Hier gibt es den offiziellen Trailer zum Spiel:



Fazit: Planet Coaster ist ein toller Spaß, der einige, kleine Macken hat. Aber gerade das modulare Bausystem mit nahezu grenzenlosen Möglichkeiten macht aus dieser Simulation ein echtes Highlight. Mir persönlich gefällt, dass ich die Emotionen meiner Besucher unter Kontrolle habe. Und dass es Diagramme und Statistiken zeigen, um mir eventuelle Verbesserungspotenziale aufzuzeigen, hilft mir dabei, dafür zu sorgen, dass ich alles perfekt mache.

Impressum | office@funkygames.de | Funkygames