Nintendo Switch

VOEZ

Spieler, die eine Nintendo Switch besitzen und neben Zelda auf der Suche nach weiteren Spielen sind, schauen vermutlich im eShop nach. Dort findet man dann ein kleines Spielchen, das den schönen Spieletitel VOEZ hat. Hierbei handelt es sich um Rhythmusprojekt des taiwanesischen Indie-Teams von Rayark, das letztes Jahr auch schon auf iOS veröffentlicht wurde. VOEZ (das wohl wie das englische Wort Vioce ausgesprochen werden möchte) machte bei seiner Ankündigung vor allem deshalb auf sich aufmerksam, weil es nur im Handheld-Modus spielbar ist. Jetzt können auch Switch-Spieler musikalisch werden. Der Preis: Rund 21 Euro.

VOEZ gibt es auch für Smartphones und iPhones

VOEZ ist das erste Spiel für Nintendo Switch, das ihr nicht auf dem Fernseher spielen könnt. Somit wird es für einige Spieler vielleicht nicht in Erwägung gezogen werden, aber das wäre ein Fehler. Denn VOEZ bietet eine ganze Menge. Von nahezu klassisch anmutenden Melodien im Walzertakt über beinahe westlich klingenden Pop bis hin zu elektronischer Musik mit hohen BPM werden zahlreiche Register gezogen. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass vor jegliche Stilrichtung noch ein J- gesetzt werden muss. Wer also mit Nippon-Pop oder Vocaloid-Dancefloor nichts anfangen kann, wird hier geschätzt mit nicht einmal 30 Songs glücklich werden. Das Spiel selbst hat aber 100 Songs im Portfolio.

Hier gibt es den offiziellen Trailer:



Um eine Note zu spielen, solltet ihr sie genau dann antippen, wenn sie die Bodenlinie erreicht. Dazu könnt ihr den Handheld-Teil ganz normal halten und nur mit euren Daumen spielen - allerdings solltet ihr in diesem Fall vorher die Joy-Con entfernen, da die Mitte des Bildschirms sonst selbst mit großen Händen nur schwer erreichbar ist. Auf höheren Schwierigkeitsgraden ist es hingegen zwingend notwendig, den Bildschirm auf eine flache Oberfläche zu legen und wie ein Keyboard zu bedienen. Allgemein lohnt es sich, diese Spielweise von Anfang zu nutzen und einzuüben - schon allein deshalb, weil VOEZ auf diese Weise viel mehr Spaß macht. Ein Manko: Ärgerlich ist, dass das Spielen aller Lieder auf drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden fast alles ist, was VOEZ zu bieten hat. Wenn euch dieser musikalische Spaß rund 21 Euro wert ist, nur zu.

Fazit: Die Touchscreen-Erkennung in VOEZ funktioniert auch bei hektischen Songs perfekt, während sich die Framerate zu keiner Zeit eine Blöße gibt. Außerdem wird auch in den verschiedenen Menüs keine Knopfsteuerung unterstützt, obwohl diese gerade bei der Songauswahl etwas komfortabler gewesen wäre. Da es aber Nintendo-Fans gibt, die vermutlich jeden Titel haben wollen, wird das Spiel im eShop sicherlich auch Erfolg haben. Zumal die Auswahl noch nicht so berauschend ist. Wer aber jetzt Gefallen an dem Spiel gefunden hat, kann sich ja einmal die mobile Version herunterladen. Für Smartphones ist VOEZ nämlich kostenlos.

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