Game of Thrones

Basierend auf der Fernsehserie

Basierend auf der preisgekrönten Fernsehserie des US-amerikanischen Senders HBO erzählt Game of Thrones: A Telltale Games Series die Geschichte des Hauses Forrester, eines Adelshauses im Norden von Westeros. Ihre Verwicklung in den Krieg der Fünf Könige bringt die Mitglieder in die prekäre Lage, alles daran setzen müssen, den Untergang ihres Hauses zu vermeiden.

Das Motto des Hauses Forrester lautet "Eisen von Eis", was die Überzeugung ausdrückt, dass die widrigen Umstände und harschen Landschaften des Nordens seine Mitglieder nur stärker machen - ebenso wie der Ironwood selbst.

Leider ist nur eine Familie spielbar

Im Spiel könnt ihr bekannte Orte wie Königsmund und die Mauer besuchen. Aber auch bisher unbekannte Ortschaften wie Eisenrath, die Heimat des Hauses Forresters erforschen. Es gibt fünf Hauptpersonen im Spiel, deren Steuerung ihr übernehmt. Alle diese Personen gehören dem Haus Forrester an - entweder als direkte Familienmitglieder oder als Personen im Dienste des Hauses. Über ganz Westeros und Essos verteilt, arbeiten sie alle daran, das Haus Forrester vor dem drohenden Untergang zu retten.

Verschiedene Schauspieler der Fernsehserie tauchen in ihren Rollen im Computerspiel auf und sprechen die Digitalversionen ihre jeweiligen Charaktere. Hierzu gehören unter anderem Lena Headey (Cersei), Peter Dinklage (Tyrion), Natalie Dormer (Margaery) und Iwan Rheon (Ramsay). Weitere Schauspieler und Charaktere aus der Fernsehserie werden in späteren Episoden auftreten. Die Handlung des Spiels überschneidet sich grob mit der Handlung der Staffel 4. Sie beginnt gegen Ende der Staffel 3 und endet kurz vor dem Start der Staffel 5.

Das Spiel dürfte etwas spannender sein als es ist - schade

Ein ausgefeiltes Gameplay mit cleveren Rätseln hatte zwar keiner von Game of Thrones erwartet, aber Telltale Games vermeintliches Fantasy-Epos hat darüber hinaus eben noch mit einer für ein storylastiges Spiel verhängnisvollen Schwäche: Es fällt schwer, sich für die Leiden der handelnden Figuren zu interessieren, geschweige denn Sympathie für sie zu empfinden. Mehr als zehn Stunden dauern die sechs Episoden von Game of Thrones. Während dieser Zeit führt ihr viel zu oft unnötig ausgewalzte Dialoge ohne jede Dynamik. Ein Großteil davon ist unerheblich und bringt die vorhersehbare Geschichte kaum weiter. Game of Thrones erweckt so den Eindruck, Telltale habe die Spielzeit künstlich gestreckt. Weil die Szenerie durch die häufigen Sprünge zwischen den Protagonisten alle paar Minuten wechselt, fühlen sich viele Szenen wie Füller an, in denen nichts Wesentliches passiert.

Die gedeckten Farben des Spiels passen zum Szenario, verschleiern aber kaum die betagte Grafik-Engine. Die staksigen Bewegungen der Charaktere fallen merklich auf, besonders in vermeintlich rasanten (und häufigen) Action-Sequenzen. Zudem hat sich Telltale Games für einen bizarren optischen Filter entschieden, der die Ränder von Objekten unschön ausfransen lässt. Texturen wirken unscharf, wie mit Wasserfarben gemalt.

Hier gibt es einen Trailer zur PS4-Version:



Fazit: In erster Linie besteht das Spiel aus Dialogen und ihr müsst auf bestimmte Aussagen oder Fragen eures Gegenübers reagieren. Dabei stehen euch mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung, die sich euch Gegenüber eventuell merkt. Durch eure Antworten beeinflusst ihr so die Beziehung zu den Figuren und somit auch den Fortgang der Geschichte. Man hat leider das Gefühl, die Story nicht zu beeinflussen. Man schaut hier eher einen Film. Dieser erzählt quasi die Geschichte der Stark-Familie nach. Nur mit einer anderen Familie. Es sterben in kurzer Zeit viele Charaktere, so dass man gegen Ende sogar das Ableben "wichtiger" Figuren einfach abnickt. Schade drum. Dieses Spiel ist keine Katastrophe und GOT-Fans werden sicher auf ihre Kosten kommen, aber es hat eine sehr depressive Grundstimmung und man fühlt sich dauerhaft völlig machtlos. Das mag einigen nicht reichen, aber Fans der Serie kommen an dem Spiel vermutlich nicht vorbei.

Eine Randnotiz: Mit 38 Auszeichnungen hat Game of Thrones den prestigeträchtigen amerikanischen TV-Preis Emmy häufiger gewonnen als jede andere Serie.

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